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Vermögensstrategie: Value First

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    Die Aktienmärkte starten mit neuen Rekorden – zumindest in den USA – in das Jahr. Allerdings war es auch sogleich die US-Notenbank, die wieder Wasser in den Wein gegossen hat. Die Lektüre des gestern (Mittwoch) veröffentlichten Fed-Protokolls hatte offensichtlich einige Anleger auf dem falschen Fuß erwischt.

    Die US-Notenbank zeigt damit einmal mehr, dass sie im Jahr 2022 einer der wichtigsten Impulsgeber für die Börsen sein wird. In dem Beratungsprotokoll der US-Notenbanker war zu lesen, dass der „Zins unter Umständen früher oder schneller“ angehoben werden müsste. Das wird auf die Anleihen- und Devisenmärkte ausstrahlen.

    Außerdem – und das dürfte einige Investoren besonders aufgeschreckt haben – hat die Fed darüber diskutiert, die stark aufgeblähte Bilanz der Notenbank wieder zu reduzieren. Würde die Fed das umsetzen, dann läuft das auf einen Verkauf der jahrelang erworbenen Anleihen hinaus. Zumindest aber darauf, auslaufende Anleihen nicht mehr zu ersetzen.
    Die Zahl der Taktgeber für steigende Zinsen wird damit größer. Die Inflation wird länger hoch bleiben als von vielen bisher erwartet. Hier dreht der argumentative Wind bereits deutlich. Auch wenn der Anstieg sich verlangsamt, wird das Preisniveau 2022 deutlich höher sein als im Vorjahr. Der Exit der Notenbank aus den Anleihekäufen sorgt für Zinssteigerungen. Die US-Renditen sind bereits auf 1,70% gestiegen. Das bremst die Edelmetallpreise, die allerdings auch von einer hohen Inflation angetrieben werden.



    Nimmt die US-Notenbank Leitzinsanhebungen vor, wird auch das Zinsniveau am kurzen Ende klettern. Das wird sich wiederum auf das lange Ende auswirken und es parallel nach oben schieben. Aus heutiger Perspektive ist jedenfalls nicht erkennbar, dass die Zinsstrukturkurve abflachen wird.

    Das Risiko für die Märkte besteht bei diesem Szenario darin, dass der Zinsanstieg eine hohe Dynamik bekommt. Das könnte der Fall sein, wenn die Fed wirklich beginnt, ihre Bilanz aktiv abzubauen. Wirft sie Anleihen auf den Markt, wird das auf die Kurse drücken, umgekehrt die Renditen anheben.

    Sollten die US-Zinsen über 2,5% oder sogar 3% steigen, wird es an den Aktienmärkten brandgefährlich. Denn Anleihen könnten dann wieder zu einer Anlagealternative werden. Und wenn auch die kurzfristigen Zinsen hochgezogen werden, dann kommen alle Anleger unter Renditedruck, die ihre Aktienkäufe auf Kredit finanziert haben. Das sind übrigens so viele, wie noch nie zuvor in der Geschichte. Das Margin Debt auf US-Aktien notiert auf einem historischen Höchststand. Die rekordhoch bewerteten Aktien werden also mit einem gewaltigen Kredithebel hochgehalten.

    Unsere strategische Portfoliostruktur halten wir konstant. Wir halten weiterhin ein hohes Versicherungsdepot. Im aktiven Portfoliopart sind Aktien aus den Europa, den Emerging Markets und den USA Schwerpunkte.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Screenshot 2022-01-06 153459.png Ansichten: 1 Größe: 518,5 KB ID: 5266

    Fazit: Strategisch müssen Anleger die Zinsentwicklung im Blick behalten. Aktien bleiben alternativlos, aber die Sektor-Rotation raus aus Techs, rein in Value hat eingesetzt. Wir hatten das schon im Oktober im Geldanlagebuch „Anlagechancen 2022“ prognostiziert und mit unserer Aktienauswahl darauf gesetzt.
    Hinweis: Ausführliche Analysen und Empfehlungen lesen Sie im Geldanlagebuch 2022, das Sie im FUCHS-Webshop bestellen können: https://www.fuchsbriefe.de/shop/geld...gechancen-2022


    Möchten Sie Aktien handeln?
    "Der Weg zum Erfolg ist der Weg des ständigen Strebens nach Wissen."

    - Napoleon Hill
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