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Wochenaussicht KW38 – Das wichtigste kompakt
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  • Wochenaussicht KW38 – Das wichtigste kompakt

    Wochenaussicht – Diese Woche steht ganz im Zeichen der Zinsentscheidungen der großen Zentralbanken wie der Federal Reserve, der Bank of England und der Bank of Japan. Außerdem werden die Inflationsraten für Japan und Kanada, das Ifo-Geschäftsklima für Deutschland und die Daten zum Wohnungsbau in den USA im Mittelpunkt stehen. Schließlich warten die Anleger auf die vorläufigen PMI-Zahlen für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe in den USA, Großbritannien, der Eurozone, Frankreich, Deutschland, Australien und Japan.


    Wochenaussicht für USA

    Die Zinsentscheidung der Federal Reserve wird das wichtigste Ereignis sein. Eine unerwartet hohe US-Inflationsrate und Anzeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt weiterhin robust ist, haben die Erwartungen für eine dritte Zinserhöhung in Folge um 0,75 Prozentpunkte gefestigt, was den Leitzins auf ein Zielband von 3 % bis 3,25 % anheben würde. Die Anzeichen einer sich verfestigenden Inflation sind zwar weniger wahrscheinlich, haben aber Spekulationen ausgelöst, dass eine Anhebung um einen ganzen Prozentpunkt auf dem Tisch liegen könnte. Die Anleger werden auch die Daten zu den Baugenehmigungen und den Verkäufen bestehender Häuser im Auge behalten, um weitere Einzelheiten über den Wohnungsmarkt zu erfahren. Zu den weiteren Veröffentlichungen im US-Kalender gehört der US S&P Global PMI für September. Anderswo in Amerika wird es interessant sein, die Zinsentscheidung der brasilianischen Zentralbank zu verfolgen.


    Wochenaussicht für Europa

    Iin Europa wird die Schweizerische Nationalbank voraussichtlich ihren Leitzins um 75 Basispunkte anheben und damit die Kreditkosten zum ersten Mal seit 2011 wieder in den positiven Bereich bringen. Auch die Zentralbanken der Türkei, Schwedens und Norwegens werden über den geldpolitischen Kurs entscheiden. Was die Konjunktur betrifft, so dürften die Flash-PMIs für die Eurozone, Deutschland und Frankreich im September auf eine weitere Verschlechterung sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor hindeuten, und das Verbrauchervertrauen im gesamten 19er-Block wird sich voraussichtlich abschwächen. Weitere wichtige Daten sind die Bauproduktion und die Leistungsbilanz der Eurozone, die deutschen Erzeugerpreise, das BIP-Wachstum in Spanien und den Niederlanden im zweiten Quartal, die Handelsbilanz der Schweiz und die Verbraucherumfrage in der Türkei.


    Wochenaussicht für England

    Die Bank of England am kommenden Donnerstag den Leitzins um 75 Basispunkte anheben, so viel wie seit der Wechselkurskrise 1992 nicht mehr, nachdem sie ihn seit Dezember letzten Jahres um insgesamt 165 Basispunkte erhöht hat. Die jährliche Inflationsrate im Vereinigten Königreich ist im August zum ersten Mal seit Dezember 2021 unerwartet gesunken, dürfte sich aber in den kommenden Monaten wieder beschleunigen. Gleichzeitig deuten immer mehr Daten auf eine drohende Rezession im Land hin. Die Märkte erwarten, dass die PMI-Daten für September zeigen, dass die Industrietätigkeit im zweiten Monat geschrumpft ist, wenn auch mit geringerem Tempo, und dass die Dienstleistungsaktivität zum Stillstand gekommen ist. Die Anleger werden auch das Gfk-Verbrauchervertrauen, den CBI-Handel und die Nettokreditaufnahme des öffentlichen Sektors abwarten.


    Weitere

    In Australien wird die australische Zentralbank (RBA) das Protokoll ihrer Sitzung von Anfang des Monats veröffentlichen, in dem die Gründe für die vierte Zinserhöhung der Zentralbank in Folge um 50 Basispunkte erläutert werden. Außerdem erwarten die Anleger die vorläufigen PMI-Zahlen für September. Im benachbarten Neuseeland werden unter anderem der PMI für den Dienstleistungssektor und die Außenhandelsdaten für August veröffentlicht.

    In Asien beginnt die Woche in Japan mit der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex für August und der geldpolitischen Entscheidung der Bank of Japan. Es wird erwartet, dass der kurzfristige Zinssatz bei -0,1 % verbleibt, doch werden die Anleger auf Maßnahmen zum Schutz des Yen inmitten seiner anhaltenden Talfahrt achten. In China wird die PBoC ihre geldpolitischen Entscheidungen treffen, nachdem sie im vergangenen Monat zum zweiten Mal in diesem Jahr den Leitzins für Kredite gesenkt hat. Auch in Indonesien und auf den Philippinen werden die Kreditkosten steigen, ebenso wie bei mehreren Zentralbanken, die sich an den Entscheidungen der Federal Reserve orientieren. In der Zwischenzeit warten die Anleger auf die Veröffentlichung neuer VPI-Daten aus Malaysia und Singapur sowie auf die Handelsdaten aus Thailand.​​
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